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Die Jugendfußball-Abteilungen des BSV Bielstein und des TuS Weiershagen arbeiten ab sofort Hand in Hand.
[Bild: Björn Loos, Oberberg-Aktuell.de --- BSV-Jugendgeschäftsführer Alfred Lindemann, TuS-Jugendleiter Frank Klein und BSV-Jugendleiter Christof Fries (v.l.) gemeinsam am Ball.]
Zwei Lokalrivalen machen künftig gemeinsame Sache. Die Fußballer des BSV Bielstein und des TuS Weiershagen legen zur kommenden Saison ihre Jugendabteilungen zusammen. Damit stehen etwa 200 junge Kicker zur Verfügung, wodurch die Klubs in der Lage sind, alle Altersklassen – teilweise sogar beide Jahrgänge – mit Mannschaften zu besetzen. Bei einem Hallenturnier Anfang des Jahres dachten BSV-Jugendleiter Christof Fries und sein Weiershagener Pendant Frank Klein erstmals laut über eine Kooperation nach. „Für so etwas muss man die alte Ortsrivalität beiseite legen. Wir wollen langfristig eine starke Gemeinschaft bilden. Dabei ist es egal, ob man in gelb-blau oder blau-weiß spielt“, erklärt Fries in Anspielung auf die Vereinsfarben.
Mittlerweile ist die Idee in die konkrete Umsetzung gegangen. Die Zusammenarbeit erfolgt nicht, weil die Jugendabteilungen für sich alleine nicht mehr existenzfähig wären, betonen Fries und Klein. Allerdings habe man in der Vergangenheit immer wieder improvisieren müssen, da in einigen Jahrgängen nicht genügend Spieler zur Verfügung standen und keine Mannschaft gemeldet werden konnte. Die Folge: Um ihren Hobby Fußball nachgehen zu können, wechselten die Nachwuchsakteure zu anderen Vereinen in der Umgebung. „Durch den Zusammenschluss sind wir konkurrenzfähiger und können altersgerecht trainieren und spielen“, ist Klein sicher.
Im Wettbewerb mit den anderen Nachbarklubs besitze man nun eine stärkere Position und wolle einen Gegenpol bilden, ergänzt Fries. Das Einzugsgebiet des BSV und des TuS sei groß, gleichzeitig biete man mit den beiden Sportplätzen, der sanierten Sporthalle in Weiershagen und den Umkleidemöglichkeiten eine gute Infrastruktur. Zudem seien vereinsübergreifend bereits jetzt genügend Berührungspunkte vorhanden. „Die Jungs gehen gemeinsam zur Schule und viele Eltern kennen sich auch“, sagt Klein. Der Zusammenschluss sei sowohl von Elternseite als auch von den Trainern positiv aufgenommen worden. Bedenkenträger habe es so gut wie keine gegeben, zumal der Übergang von Junioren zu Senioren klar geregelt ist. In Weiershagen angemeldete Spieler rücken auch dort zur 1. Mannschaft auf, genauso wird es in Bielstein laufen.
Für die nähere Zukunft hoffen die Vereinsvertreter, dass die Ascheplätze in Weiershagen und Bielstein mit Kunstrasen ausgestattet werden. Da die Haushaltlage der Stadt Wiehl angespannt ist, ist mit deren finanzieller Unterstützung jedoch kurzfristig nicht zu rechnen. Derweil wollen die Verantwortlichen Kooperationen mit den örtlichen Schulen starten und Jugendliche für das runde Leder begeistern. Klein: „Wir möchten auch die Eltern motivieren, ihre Kinder zum Mannschaftssport zu schicken. Der durchschnittliche Jahresbeitrag für ein Kind beträgt 35 €. Das kostet genauso viel wie ein Computerspiel.“
Parallel dazu sollen Kontakte zu den lokalen Unternehmen gepflegt und hergestellt werden. „Wenn man sich zusammentut, öffnet sich vielleicht die ein oder andere Tür, die bislang verschlossen war“, hofft Fries. Die Jugendvorstände planen eine gemeinsame Saisoneröffnung, um die Kooperation offiziell vorzustellen. Dass der Zusammenschluss beim Nachwuchs höchstwahrscheinlich nur ein erster Schritt ist, stellen die Beteiligten nicht in Frage. Fries, gleichzeitig Geschäftsführer der Seniorenabteilung: „Über kurz oder lang wird man sich auch Gedanken darüber machen müssen, im Seniorenbereich zusammenzuarbeiten.“
Quelle: Oberberg-Aktuell.de
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