Damen (Bezirksliga): Starke Aufholjagd gegen Leverkusen nicht belohnt

Wenn doch nur die schlechte Anfangsphase nicht gewesen wäre: unsere Damen verlieren nach schnellem 0:3 Rückstand mit 3:5 in Leverkusen – aberwitzige Leistungssteigerung nach der Halbzeit wird nicht belohnt.

Nach nur 20 Minuten stand es bereits 0:3. Alle drei Tore fielen dabei nach identischem Muster: bei der Ballannahme verschätzt, den Ball nicht rechtzeitig geklärt, das Gegentor gefangen. Für Leverkusen war es ein leichtes, uns in dieser Phase Tore einzuschenken. Trotz der bis dato klaren Führung ließen die Damen die Köpfe nicht hängen und fingen fortan an, das Spiel in die Hand zu nehmen. Schnell gelang uns der vollkommen verdiente Anschlusstreffer zum 3:1 durch unseren Neuzugang Melina Ciraci. Auch nach diesem Tor spielten wir gefällig weiter: immer wieder setzten wir den Gegner durch schöne Kombinationen unter Druck. Einziges Problem dabei: wir nutzten unsere Chancen nicht. Ganz im Gegensatz zu Leverkusen, denen sich kurz vor der Halbzeit ihre vierte Chance auftat. Fast schon selbstverständlich, dass es danach 4:1 stand. Viel zu hoch, wenn man den Verlauf der ersten Halbzeit betrachtet.

Es war die Aufgabe der Trainer, die Damen in der Halbzeitpause aufzubauen. Und sie schafften es. Bis in die Haarspitzen motiviert legten die Damen los wie die Feuerwehr und zeigten eine aberwitzige Leistungssteigerung. Leverkusen dagegen wirkte zu selbstsicher und war von unseren Offensiv-Aktionen vollkommen überrascht. Katja Boecker nutzte das schließlich aus: sie schoss aus dem Rückraum auf das Tor und traf zum völlig verdienten Anschlusstreffer. Das gab neuen Antrieb. Die Mannschaft war physisch und psychisch zu hundert Prozent anwesend. Leverkusen fand nun gar nicht mehr statt und kassierte durch einen Treffer von Jennifer Pohle das 3:4. Immer geiler auf den Sieg, brannten die Mädels nun ein echtes Feuerwerk ab. Sie hätten es verdient gehabt, dass der Schiedsrichter nach einem klaren Handspiel auf den Punkt gezeigt hätte. Sie haben es nicht verdient gehabt, im Gegenzug das 3:5 zu kassieren und den Platz anschließend als Verlierer zu verlassen.

Am Ende war es vor allem eins: unglücklich. Alles in allem war es aber auch eine richtig gute Mannschaftsleistung, die mit einem Punkt hätte belohnt werden müssen. Zwar dürfen die Fehler zu den ersten drei Gegentreffern so nicht passieren, aber Moral und Leistung der zweiten Halbzeit lassen keine Bedenken zu, dass wir den Kampf um den Klassenerhalt angenommen haben.

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