Damen (Freundschaftsturnier): Viele Auf's und Ab's beim Hallenturnier in Nümbrecht

Einen Tag nach dem Bootcamp in Lindlar ging es in den ersten richtigen Test in dieser Wintervorbereitung - Anlass war der große „Frauen-Super-Cup“ in der Nümbrechter Zweifachturnhalle mit 19 weiteren Teams.

Viele Auf's und Ab's für unsere Damen beim Super-Cup - darunter ein Derbysieg
Viele Auf's und Ab's für unsere Damen beim Super-Cup - darunter ein Derbysieg

Wir begannen gut: zwar unterlagen wir im ersten Spiel dem Verbandsligisten Allner-Bödingen denkbar knapp mit 1:2, jedoch zeigten wir unser bestes Spiel im gesamten Turnierverlauf. Wir agierten sicher in der Manndeckung, spielten die Bälle in den Fuß, blieben fast durchweg ruhig am Ball und ließen keine Hektik zu. Lena war es vorbehalten, den zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleichstreffer zu markieren: Sie eroberte den Ball, wusste nicht, wen sie anspielen sollte, entschied sich vollkommen richtig für den Alleingang und schoss einfach mal drauf. Mit Erfolg! Leider fing man sich danach noch ein zweites Gegentor, das aus unserer Sicht zwar sehr blöd war, das Spiel aber nicht versaute. Wir waren sehr stolz auf diese Leistung.

Im zweiten Gruppenspiel traf man dann in einem echten Derbykracher auf den FV Wiehl. Hochmotiviert, gegen die Wiehler Mädels einen Sieg einzufahren, gingen wir auf‘s Feld. Leider verkrampfte die Mannschaft dabei ein wenig. Chaos und Hektik brachen aus. Wir standen bei weitem nicht so nah an den Gegenspielerinnen, wie wir es noch im ersten Spiel unter Beweis gestellt hatten. Zwar nutzte Wiehl diese Chancen nicht, doch wir bekamen auch dadurch keine Ruhe rein, den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Nach einem kurzen Schockmoment, bei dem ein Wiehler Schuss die Latte streifte, rappelten wir uns auf und wurden etwas sicherer. Nina war es schließlich, die in der 7. Spielminute eine Unachtsamkeit der Wiehlerinnen ausnutze und den Ball gekonnt an der gegnerischen Torhüterin vorbeischob. Der Jubel war groß: Die 1:0 Führung im Derby! Jetzt hieß es, nicht nachzulassen und hellwach zu bleiben. Wirklich gefährlich wurden die Wiehlerinnen in der Schlussphase nicht mehr, Akzente konnten aber auch wir nicht mehr setzen. Bangen auch bei den Zuschauern und Trainern: Jeder schaute auf die Uhr, jeder hoffte, dass die Zeit nun schneller herunterläuft. Und dann war es soweit: Der Abpfiff erklang und die Freude war riesengroß. Der Tag war gerettet: als der Derbysieg gegen den Erzrivalen im Sack war, war der Rest erst einmal „total egal“. Zumindest vorerst.

Schon kurz darauf nämlich traf man im dritten Gruppenspiel auf Windeck. Auch hier setzte man sich mit 1:0 durch. Torschützin auch diesmal wieder: unsere Nina. Insgesamt agierte die Mannschaft wieder geordneter, Germania konnte kaum noch eine Torchance vorweisen. Aber auch wir wollten nach dem 1:0 nicht mehr mit aller Kraft das 2:0 machen, was im Nachhinein ein wenig schade war, da man mit einem besseren Torverhältnis weitergekommen wäre.

Mit sechs Punkten und viel Selbstvertrauen im Gepäck wollten wir natürlich auch im letzten Spiel gegen Homburg-Bröltal drei Punkte einfahren und den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Dies gelang uns leider nicht. Unkonzentriertheiten, Fahrlässigkeiten im Deckungsspiel und leider eine weitere Unachtsamkeit, die zum 1:0 Gegentreffer führte: das waren die Faktoren, die die Niederlage besiegelten. Das 1:0 bedeutete auch den Endstand.

Gemeinsam mit Wiehl, die das letzte Spiel gewannen und somit ebenfalls sechs Punkte auf dem Konto hatten, warteten wir gespannt auf die Entscheidung der Turnierleitung. Leider wartete man sehr lange, da die Turnierleitung ungeordnet zu sein schien und sich über den weiteren Fortgang in solch einem Falle erst beraten musste. Nach einer geschlagenen Stunde Wartezeit entschied sich die Turnierleitung dann für das Torverhältnis, was für Wiehl und gegen uns sprach. Ein wenig enttäuscht traten wir nach dem Duschen die Heimreise an.

Für uns Trainer war es insgesamt eine gelungene Vorstellung unserer Damen, auf die wir stolz sein können. Wenn man weiter so agiert, steht einer erfolgreiche(re)n Rückrunde nichts entgegen!

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