Damen (HKM): Vorrundenaus bei HKM

Der Landesligist 1. FFC Bergisch Gladbach gewinnt den Hallenpokal der Frauen. Die Damen des BSV Bielstein scheiden nach knappen Spielen bereits in der Vorrunde aus.

Die aktuell erfolgreichste Frauenmannschaft aus dem Fußballkreis Berg hat die Hallenkreismeisterschaften, die heute in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle stattfanden, für sich entschieden.

In einem einseitigen Finale besiegte der 1. FFC Bergisch Gladbach, Spitzenreiter der Landesliga Staffel 1, den Bezirksliga-Vertreter TuS Lindlar mit 6:0. Cosima Skupin (3), Susanne Gebauer, Corinna Baulig und Anika Schulten schossen den deutlichen Erfolg heraus. Damit sicherten sich die Bergisch Gladbacherinnen einen Siegerscheck über 500 €, Lindlar bekam für Platz zwei 250 €. „Im Endspiel hat uns einfach die Kraft gefehlt. Wir haben uns in den Spielen davor zu sehr verausgaben müssen“, erklärte TuS-Coach Martin Börsch, nachdem sich sein Team zuvor gegen zwei Landesligisten durchgesetzt hatte.

Im Viertelfinale besiegte man TuRa Dieringhausen mit 4:3 nach Neunmeterschießen, anschließend behielt man, wie schon in der Vorrunde, gegen den VfB Kreuzberg die Oberhand. Der Titelverteidiger scheiterte immer wieder an der glänzend aufgelegten Lindlarer Torfrau Christin Caucal, ehe Mandy Baum den entscheidenden Treffer erzielte. „Wenn man seine Chancen nicht nutzt, bekommt man irgendwann die Quittung“, sagte VfB-Coach Jürgen Meinerz, der mit der Vorstellung seiner Schützlinge dennoch zufrieden war: „Dafür, dass wir vorher nicht trainiert haben, geht das absolut in Ordnung.“

Im kleinen Finale gegen den VfL Engelskirchen (Bezirksliga) traf Katharina Dahlhoff drei Sekunden vor der Schlusssirene zum 1:0. Damit konnten die Kreuzbergerinnen 150 € einstreichen, für Engelskirchen gab es 100 €. Pech für die VfL-Kickerinnen: In der Vorschlussrunde musste man sich dem späteren Sieger erst nach Neunmeterschießen geschlagen geben. Während der Gruppenphase blieben größere Überraschungen aus. Die Kreisligisten hatten wie erwartet einen schweren Stand. Die Spielgemeinschaft DJK Gummersbach/SSV Marienheide, die kurzfristig für den TV Herkenrath eingesprungen war, musste genauso die Segel streichen wie Borussia Derschlag und Union Rösrath. Sang- und klanglos verabschiedeten sich Landesligist SV Morsbach sowie Bezirksliga-Tabellenführer Eintracht Hohkeppel.

Weder die Verantwortlichen vom Fußballkreis noch Ausrichter DJK Gummersbach konnten mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden sein. Spätestens als die in der Vorrunde ausgeschiedenen Mannschaften die Heimreise antraten, herrschte auf der Tribüne gähnende Leere. Über die Gründe konnte der Kreisvorsitzende Rolf Müller nur spekulieren. Am mangelnden Stellenwert konnte es aus seiner Sicht nicht liegen, zumal inklusive des Vorrundenturniers im Dezember insgesamt 26 Vereine teilgenommen hatten. „Der Kreis Berg ist stolz drauf, dass wir im Frauen- und Mädchenfußball verbandsweit führend sind. Nach der Frauen-WM hatten wir noch einmal ein Plus bei den Nachwuchsmannschaften zu verzeichnen“, so Müller, der der DJK Gummersbach für die „hervorragende Organisation“ dankte. Keine Probleme bei der Leitung der durchweg fairen Spiele hatten die Unparteiischen Silke Naumann, Ralf Zimmermann und Ernst Walter Gondolf. Für Irritationen sorgte die Zahl der einsetzbaren Feldspielerinnen, die kurzfristig von vier auf fünf erhöht wurde. "Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätte ich noch zwei Leute mehr mitgenommen", sagte beispielsweise TuS-Coach Börsch. Bergisch Gladbach wird als neuer Titelträger Anfang Februar beim FVM-Masters der Kreishallenmeister starten.

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