Kunstrasenprojekt:Abschied für die Ewigkeit

Seit rund 70 Tagen arbeiten nun schon verschiedenste Personen mit Herzblut daran, unseren gedienten Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz zu verwandeln. Höchste Zeit also, den alten Platz nochmals mit einigen Worten zu würdigen und gebührend zu verabschieden.

Unsere heißtgeliebte Asche weicht dem lang ersehnten Kunstrasen - Zeit also, sich zu verabschieden

Los ging‘s in den 80ern: als Nachfolger eines sehr pflegeintensiven Naturrasens errichte der Verein zur Jahrzehntewende den zum damaligen Zeitpunkt hochmodernen Ascheplatz. Dieser war im Vergleich zum Naturrasen weniger pflegebedürftig und deutlich unabhängiger vom Wetter zu bespielen.

Es dauerte nicht lang und die Bielsteiner schlossen den neuen Platz in ihre Herzen. Kinder wie Erwachsene lernten schon bald, die Asche zu lieben und entdeckten besonders bei Niederschlägen aus des Himmels Pforte das Geläuf für sich. Die größten Schlachten, die man schon bald für sich gewinnen konnte, feierte man dann auch bei bestem oberbergischen Wetter.

Wie in vielen anderen Beziehungen auch, erlosch die Liebe einzelner dann aber irgendwann. Der Ascheplatz war zwar noch immer gut in Schuss und für sein Alter eine echte Rakete – Dreck und Staub verursachte er aber trotzdem (immer noch). Dazu gesellten sich die Probleme in den Wintermonaten, in denen der Platz für das Bespielen gesperrt wurde, was letztlich leider dazu führte, dass der Hartplatz in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen gegen die neueren Kunstrasenplätze kaum mehr anstinken konnte.

Der Verein entschloss sich deshalb dazu, den Ascheplatz im Rahmen eines groß angelegten Projekts durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen. Ganz wichtig: Werte wie Kampf, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft, die den Verein seit der Gründung im Jahre 1920 prägen und mit dem Bau des Ascheplatzes eine neue Dimension erreichten, vergessen wir dabei nicht und werden durch einen neuen Platz auch nicht verloren gehen.

Um das zu packen, werden wir den Ascheplatz in unserem Bewusstsein behalten und trotz des „Abschieds für die Ewigkeit“ nicht aus der Vereinsidentität katapultieren.

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