Die Bielsteiner machten ein kleines Wunder möglich. Zur Pause schon mit 0:2 hinten, drehte der Gastgeber die Begegnung im zweiten Durchgang und gewann schließlich verdient. Bensbergs Trainer Gabor Uhrmann war fassungslos: „Wir waren in der ersten Halbzeit überlegen und haben guten Fußball gespielt. Aber in der Pause wussten wir, was auf uns zukommt. Der Gegner spielt eklig und mit vielen langen Bällen“, war sich Uhrmann vor Beginn des zweiten Durchgangs schon sicher, dass sein Team noch nicht durch ist. Niklas Kombüchen netzte eine Flanke zum 1:0 ein und Bozo Sucic schloss eine sehenswerte Kombination zum 2:0 ab.
Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt schnell. Maximilian Sackner traf kurz nach Wiederanpfiff zum 1:2. „Nach dem Gegentor sind wir nicht mehr zurückgekommen. Das ist unerklärlich. Ich habe mich wie im falschen Film gefühlt“, so Uhrmann. Philipp Cramer gelang kurze Zeit später der Ausgleich und Sackner entschied nach Vorarbeit von Thorge Hansohn das Spiel mit seinem zweiten Treffer in der Schlussminute. „In der ersten Halbzeit waren wir schwach und sind nie gefährlich geworden. Aber wir wussten, dass wir durchkommen können. Nach dem 2:2 war der Gegner nur noch am Schwimmen“, ahnte Bielsteins Co-Trainer Serkan Mutlu, dass der Siegtreffer noch möglich ist. „Nach dem Abpfiff sind die Jungs ausgerastet. Sie haben an sich geglaubt und haben eine tolle Moral bewiesen. Der Sieg ist absolut verdient“, jubelte Mutlu über den ersten Saisonerfolg des BSV.