U15 Juniorinnen (Kreisklasse):Unnötige Niederlage gegen Dieringhausen

Wie schon am Samstag in Dieringhausen sehen die Trainer und Zuschauer bei der heutigen 2:3 Niederlage zwei völlig verschiedene Halbzeiten - Umstellungen zur Halbzeit sorgten für konfuses Defensivverhalten.

Wieder fing alles recht gut an. Hinten stand man sicher, vorne setzte man kleinere Nadelstiche. Und nachdem man den Gegner ein wenig beobachtet hatte, traf man das Tor. Analog zum Treffer gegen Dieringhausen führte der BSV in der 30. Minute mit 1:0. Wieder schickte Jacy Tokessa auf die Reise, wieder nahm diese den Ball gar nicht erst an und wieder landete ihr Volleyschuss im Tor. Da unsere Defensive wie schon die letzten Spiele überragend spielte und die beiden Wiedenester Ausnahmekönnerinnen völlig kalt stellte, blieb es bis zur Halbzeit bei diesem Ergebnis.

Durchatmen. Das Spiel gegen Dieringhausen sollte Warnung genug gewesen sein. Und so bat man die Mädels, wach zu bleiben und weiter defensiv kompakt zu stehen. Leider mussten wieder Umstellungen her, die aufgrund kleinerer Blessuren und des "Alle-werden-Spielen"-Credos durchgeführt wurden. Anfangs klappte das noch ganz gut. Doch je weiter das Spiel voranschritt, desto offener agierte man in der Defensive. Die logische Folge war das 1:1, das durch ein Eigentor von Anika fiel, bei dem sie allerdings keine Schuld traf. Geschockt und verunsichert von diesem Tor lud man die Gegner und dessen Ausnahmespielerinnen nun zum Toreschießen ein. Glück hatte man, dass die Mittelfeldspielerin zu doof war, im Eins gegen Eins das Tor zu treffen und stattdessen vorbeischoss. Pech nur, dass man die Wiedenesterinnen anschließend drei mal hintereinander auf das Tor schießen ließ und nach Eules Paraden nicht nachsetzte. Der vierte Schuss saß, das Spiel war gedreht. Der Spielverlauf stand damit auf dem Kopf. Erzürnt darüber waren nicht nur die Trainer, sondern wohl auch die Spielerinnen. Es dauerte nicht lang, bis man sich aufrappelte: Die heute überragende Vivian zog aus der Distanz ab und der Ball trudelte ins Tor. Ausgleich. Hochverdient. Die Freude war groß, die Mädels wollten mehr. Dass die Trainer defensiv kompakter spielen lassen wollten, ignorierten die Mädels und drückte entgegen der Anweisungen auf das 3:2. Belohnt wurde dies mit einem Konter zum 2:3, in dem man - erneut analog zum Dieringhausen-Spiel - die Mitte völlig verwaist zurückließ und die Gegenspielerin unbedrängt einschieben konnte. Eine Chance gab es danach noch: nach Ecke von Vivian kam Sarah mit dem Oberkörper an den Ball und drückte ihn von dort in Richtung des Tores. Die ansonsten schwache Wiedenester Torhüterin hielt diesmal überragend und sicherte ihrer Mannschaft damit einen mehr als glücklichen Auswärtssieg.

„Die Dummen bestraft das Leben“ umschreibt die zweite Hälfte der Partie wohl ganz gut. Wie schon im letzten Spiel kam man mit den erzwungenen Umstellungen zur Halbzeit nicht gut zurecht und agierte in Halbzeit 2 teils konfus. Auch Entlastungsangriffe konnten kaum gefahren werden, sodass man sich am Ende zu weit hinten hereindrücken ließ. Dabei wäre mit mehr Disziplin ein Sieg mehr als möglich gewesen. Die Trainer haben mit dieser Niederlage zu knabbern, werden die Mädels im Training aber weiter fordern und mit ihnen hoffentlich schon im nächsten Spiel den zweiten Sieg der Saison feiern können.

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