Veranstaltung:BSV sieht den WM-Pokal als Geschenk

Der BSV Bielstein ist wieder einmal in der Presse vertreten: unter der Überschrift „BSV sieht den WM-Pokal als Geschenk” berichtet die Oberbergische Volkszeitung über die Teilnahme unseres Vereins an der Ehrenrunde. Wie es dazu kam und welche Vorbereitungen nötig waren, darüber sprach Andrea Knitter mit Thomas Rothe (48) und Benjamin Gries (23), die im BSV Bielstein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind.

Noch eine Woche, dann ist es soweit. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) gastiert mit zwei großen Trucks, wovon einer den Weltmeisterpokal beherbergt, und jeder Menge Rahmenprogramm in Bielstein. Wie ist die Stimmung bei Ihnen?
Rothe: Die Vorfreude steigt mit jedem Tag, und wir sind sehr gespannt, wie es wird. Für uns als Verein ist es ein Geschenk und eine Riesenchance, sich zu präsentieren. Die wollen wir nutzen, und uns gleichzeitig damit bei allen bedanken, die uns unterstützen.

2014 war nicht nur ein gutes Jahr für die deutsche Fußballnationalmannschaft, sondern auch für den BSV Bielstein.
Rothe:
Das ist so. Im vergangenen Jahr haben wir unseren Kunstrasenplatz und damit die Dr.-Kind-Arena eingeweiht. Dies war nur zu schaffen durch das hohe Engagement der vielen Förderer und Sponsoren, was dazu geführt hat, dass wir als Verein schuldenfrei sind. Das Event nehmen wir zum Anlass, mit ihnen gemeinsam zu feiern.

Der Kunstrasenplatz war aber nicht die Grundlage für die Bewerbung. Wie haben Sie den DFB überzeugt, in Bielstein Station zu machen?
Rothe: Auf die Ausschreibung sind wir über unser Vereinsmitglied Moritz Müller gestoßen.
Gries: Die Ausschreibung klang gut, doch viel Hoffnung habe ich mir nicht gemacht. Zunächst musste man einen 14-seitigen Katalog durchgehen und anschließend drei vorgegebene Fragen beantworten. Es gab 800 Bewerbungen für bundesweit 63 Plätze. Den Schwerpunkt habe ich darauf gelegt, dass wir das älteste Clubheim im Kreis haben, und dort bis auf 1954 alle Weltmeisterschaften gemeinsam verfolgt wurden. Das auch 2014, als wir in einer Baustelle saßen.
Rothe: Trotz der Baustelle kamen 80 Besucher, es war eine tolle Stimmung — von den Bambini bis zu den Senioren.

Wann kam die Nachricht, dass der BSV den Zuschlag als einer von nur drei Vereinen im Gebiet des Fußballverbandes Mittelrhein (FVM) bekommt?
Gries: Das war am 28. April. Als der Anruf kam, haben mir richtig die Beine gezittert, so aufgeregt war ich. Ich habe unseren Vorsitzenden Christof Fries angerufen. Doch der wollte mir erst glauben, als die Zusage schriftlich vorlag.
Rothe: Auch ich konnte es zunächst nicht glauben und musste die Nachricht erst realisieren. Wir haben dann am 12. Mai genau erfahren, was auf uns zukommt.

Inwiefern?
Rothe: Es gab ein Seminar vom DFB in der Sportschule Hennef, wo uns genau erklärt wurde, was für Voraussetzungen geschaffen werden müssen, und was von uns erwartet wird. Mit Uwe Bastian hat uns, wie vom DFB gewünscht, ein Vertreter der Stadt Wiehl begleitet. Von der ausführenden Agentur bekamen wir einen 65-seitigen Leitfaden an die Hand gegeben.

Was gehörte zu den Dingen, die Sie beachten mussten?
Rothe: Im Mittelpunkt steht natürlich der WM-Pokal. In dem Truck dürfen keine eigenen Fotos gemacht werden, und die Zahl der Besucher ist auf 2014 beschränkt.

Wie regeln Sie das?
Rothe: Wir haben Bändchen ausgeteilt, die den Zugang ermöglichen. Die haben wir verschenkt als Dank an die Bevölkerung für ihre Unterstützung beim Bau des Kunstrasens. Wir haben dazu Institutionen und Vereine angeschrieben und zuletzt auch noch einmal öffentlich aufgerufen, sich so ein Bändchen abzuholen. Die Behinderten Werkstätten Oberberger (BWO) kommen alleine mit 150 Besuchern. Uns haben auch viele Nachbarvereine angesprochen, und sie haben von uns Zugang bekommen.

Viel Zeit bleibt dem Einzelnen aber nicht beim WM-Pokal.
Rothe: Nein. Um den 2014 Besuchern den Zugang zu ermöglichen, haben wir von 13 bis 21 Uhr Zeit. Das sind 260 Leute pro Stunde, die wir in kleinen Gruppen à fünf Minuten in den Truck lassen. Jeder hat elf Sekunden Zeit, sich von dem DFB-Fotografen ablichten zu lassen. Die Fotos kann man anschließend kostenlos aus dem Internet herunterladen. Da die Rechte für den Pokal bei der Fifa liegen, dürfen keine eigenen Fotos gemacht werden.

Was wird noch geboten?
Rothe: In einem zweiten Truck gibt es einige Überraschungen, die der DFB für die Besucher bereithält. Darunter sind bisher noch nicht gezeigte Einblicke in die Kabine der deutschen Mannschaft in Brasilien. Dazu gibt es ein Programm für die Kinder, das wir als Verein mit einer Hüpfburg unterstützen. Während die Trucks auf dem Parkplatz oberhalb des Platzes aufgestellt sind, sorgen wir als BSV neben dem Clubheim für das leibliche Wohl der Gäste. Wir sehen das ganze als einen Feiertag und feiern, das haben wir schon oft bewiesen, können wir.

Wie viele Helfer sind aktiv?
Rothe: Es sind 80 bis 85 im Einsatz. Dabei werden wir vom Karnevalsverein und dem Tennisverein unterstützt. Die Trucks werden morgens ab 9 Uhr aufgebaut und auch dazu stellen wir zehn Helfer.

Welche Aufgaben hat der Verein noch zu erfüllen?
Rothe: Wir müssen für die Stromversorgung der beiden Trucks sorgen. Dafür klemmen wir das Flutlich ab und nutzten den Anschluss. Außerdem werden die Straßen weitläufig abgesperrt, Parkmöglichkeiten gibt es am Schulzentrum. Letzte Woche ging es in der Vorbereitung Schlag auf Schlag, jetzt freuen wir uns auf den Tag.
Gries: Es wird einfach legendär.

Der Artikel erschien am 27. Juni 2015 in der Oberbergischen Volkszeitung und berichtet über die Teilnahme unseres Vereins an der Ehrenrunde.

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